Simracing-Training: Weniger Runden, mehr Plan.

SG

Salvatore GangarossaGründer der WMR Academy, ehemaliger Formel-BMW-Fahrer · 4 Min. Lesezeit

Stundenlang Runde um Runde fahren – so trainieren viele Simracer. Und wundern sich, dass ihre Zeiten stagnieren.

Am Talent liegt’s selten.

Wer ohne Ziel fährt, wiederholt seine Fehler. Fortschritt beginnt mit einem Ziel pro Session.

Wie so ein Ziel aussieht, warum kurze Sessions mit Auswertung mehr bringen als lange – und wie eine ganze Trainingswoche im Sim aussehen kann, liest du hier.

KI-generiertes Video · 21 Sekunden
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Runden sammeln ist kein Training

Viele Simracer fahren stundenlang Runde um Runde und wundern sich, dass ihre Zeiten stagnieren. Das liegt selten an fehlendem Talent, sondern meist an fehlender Struktur. Wer ohne Ziel fährt, wiederholt oft dieselben Fehler.

Gezieltes Training funktioniert anders: Du nimmst dir für jede Session ein konkretes Thema vor und misst, ob du dich verbesserst.

Ein Ziel pro Session

Ein gutes Trainingsziel ist klein und messbar. Statt einer ganzen Runde konzentrierst du dich auf einen Abschnitt oder eine Fähigkeit.

  • Eine bestimmte Kurve sauber und wiederholbar treffen
  • Bremspunkt einer Bremszone stabilisieren
  • Gas am Ausgang gleichmäßiger aufbauen
  • Fünf Runden mit möglichst gleichen Zeiten fahren

Kurz fahren, dann auswerten

Fahr nach dem Ziel nur wenige Runden und schau dann in die Daten oder ein Replay. Vergleiche deine Runde mit einer schnelleren – deiner eigenen besten oder einer Referenzrunde. Wo trennen sich die Linien? Dort liegt die Zeit.

Danach passt du eine Sache an und fährst wieder ein paar Runden. Dieser Kreislauf aus Ziel, Fahren und Auswerten bringt dich schneller voran als stundenlanges Fahren.

Pausen und Konzentration

Konzentration lässt mit der Zeit nach. Wer müde weiterfährt, trainiert sich eher Fehler an. Plane kurze Pausen ein und beende eine Session lieber mit ein paar guten Runden als mit einer langen Serie schwächerer.

Notiere nach jeder Session in ein, zwei Sätzen, was du gelernt hast und woran du als Nächstes arbeitest.

Ein Beispiel für eine Trainingswoche

Eine Woche könnte so aussehen: An einem Abend arbeitest du nur an den Bremspunkten einer Strecke, am nächsten an zwei schwierigen Kurven, am dritten fährst du einen kurzen Konstanz-Test über mehrere Runden.

Jede Session dauert nicht lange, hat aber ein klares Ziel. Am Ende der Woche vergleichst du deine Bestzeiten und deine Konstanz mit der Vorwoche.

Vom Sim auf die Strecke

Die Arbeitsweise aus dem Simulator lässt sich direkt auf echte Trainings übertragen: ein Thema pro Turn, danach Auswertung mit Onboard-Video oder Daten. Wer das im Sim schon gewohnt ist, lernt auf der echten Strecke schneller.

Das echte Fahrgefühl, die Kräfte und der Respekt vor der Strecke kommen dann im Auto dazu.

Deine Checkliste

  • Vor jeder Session ein konkretes Ziel festgelegt
  • Nur wenige Runden am Stück gefahren
  • Runden mit Referenz verglichen
  • Pro Durchgang nur eine Sache verändert
  • Erkenntnisse kurz notiert

Dein Weg zum Rennfahrer

1

AnmeldungDu bist hier

Kostenlos, 2 Minuten.

2

Zoom-Workshop

Di oder Do, 18 Uhr. Wir zeigen dir den Weg.

3

Gespräch

Dein Ziel, dein Plan.

4

Training

Sim, Fahrtechnik, Nordschleife.

5

Lizenz

Wenn deine Veranstaltung sie verlangt.

6

Erstes Rennen

Mit WMR an den Start.

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Wie lange sollte eine Session sein?
Lieber kurz und konzentriert. Wichtiger als die Dauer ist, dass du ein klares Ziel hast und danach auswertest.
Brauche ich Telemetrie-Software?
Sie hilft, ist für den Anfang aber kein Muss. Auch der Vergleich von Rundenzeiten und Replays bringt viel.
Bringt mich Simracing schneller auf die echte Strecke?
Es ist ein gutes Training für Linie, Abläufe und Konstanz. Das echte Auto ersetzt es nicht.
Ich habe keine Erfahrung. Geht das trotzdem?
Ja. Die meisten starten bei uns ohne Rennerfahrung. Wo du stehst und was der passende nächste Schritt ist, besprechen wir im Workshop.
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