Onboard-Video analysieren: Finde deine Zeit selbst.

SG

Salvatore GangarossaGründer der WMR Academy, ehemaliger Formel-BMW-Fahrer · 4 Min. Lesezeit

Im Auto fühlt sich vieles anders an, als es ist. Der Bremspunkt scheint spät. Der Apex getroffen. Die Hände ruhig.

Die Kamera widerspricht.

Ein Onboard-Video zeigt nüchtern, was wirklich passiert ist. Genau dort suchst du deine Zeit.

Aber nicht, indem du es von vorne bis hinten durchschaust. Mit welchem Ablauf du auswertest – und warum du danach nur eine Sache änderst, zeigt dir der Guide.

KI-generiertes Video · 24 Sekunden
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Warum ein Video so viel zeigt

Im Auto bist du mit Fahren beschäftigt. Vieles fühlt sich anders an, als es tatsächlich ist: Der Bremspunkt scheint spät, der Apex getroffen, die Hände ruhig. Das Video zeigt nüchtern, was wirklich passiert ist.

Gerade für Einsteiger ist das eine der günstigsten und wirkungsvollsten Methoden, um besser zu werden.

Die Kamera richtig einrichten

Eine fest montierte Kamera mit Blick nach vorne, auf der du auch Lenkrad und Hände siehst, liefert die meisten Informationen. Die Halterung muss sicher sein und den Vorgaben des Veranstalters entsprechen – lose Gegenstände im Innenraum sind tabu.

Worauf du achtest

Schau dir das Video nicht einfach von vorne bis hinten an. Geh Kurve für Kurve vor und konzentriere dich auf wenige Punkte.

  • Linie: Triffst du Einlenkpunkt, Apex und Ausgang? Oder lenkst du zu früh ein?
  • Bremspunkt: Bremst du jede Runde an derselben Stelle?
  • Hände: Lenkst du ruhig in einer Bewegung oder korrigierst du ständig nach?
  • Blick: Ist die nächste Kurve schon im Fokus, bevor du sie erreichst?

Daten als Ergänzung

Wenn du Daten aufzeichnest, lege zwei Runden übereinander – deine schnellste und eine langsamere oder die eines schnelleren Fahrers. Dort, wo sich Tempo- oder Gaslinie trennen, liegt die Zeit. Das Video zeigt dir dann, warum.

Ein einfacher Ablauf für die Analyse

Bewährt hat sich ein fester Ablauf direkt nach dem Turn, solange die Eindrücke frisch sind. Schau dir zuerst eine komplette Runde an, ohne anzuhalten, und notiere spontan, was dir auffällt.

Danach gehst du Kurve für Kurve durch und hältst das Video an den Referenzpunkten an: Bremspunkt, Einlenkpunkt, Apex, Ausgang. Vergleiche mehrere Runden an derselben Stelle – so siehst du, ob du konstant fährst.

Zum Schluss entscheidest du dich für genau einen Punkt, den du im nächsten Turn verbessern willst. Schreib ihn auf und schau dir nach dem nächsten Turn an, ob es geklappt hat.

Eine Sache pro Session

Die größte Falle: alles gleichzeitig verbessern wollen. Such dir nach der Analyse eine einzige Sache für den nächsten Turn aus. Wenn sie sitzt, kommt die nächste.

Halte deine Erkenntnisse kurz schriftlich fest, zum Beispiel in einem Notizbuch pro Strecke. So siehst du über mehrere Fahrtage hinweg, welche Punkte du schon verbessert hast und wo du noch arbeitest.

Deine Checkliste

  • Kamera sicher und nach Vorgabe montiert
  • Lenkrad und Hände im Bild
  • Video Kurve für Kurve angesehen
  • Linie, Bremspunkt, Hände geprüft
  • Eine Verbesserung für den nächsten Turn festgelegt

Dein Weg zum Rennfahrer

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Brauche ich eine teure Kamera?
Nein. Wichtiger als die Kamera sind eine sichere, feste Halterung und ein guter Blickwinkel.
Darf ich überall eine Kamera mitnehmen?
Das regelt der Veranstalter. Kläre vorher, ob und wie Kameras montiert werden dürfen.
Kann ich mein Video mit dem eines Profis vergleichen?
Ja, das hilft – solange Auto und Bedingungen vergleichbar sind. Achte vor allem auf Linie und Bremspunkte.
Ich habe keine Erfahrung. Geht das trotzdem?
Ja. Die meisten starten bei uns ohne Rennerfahrung. Wo du stehst und was der passende nächste Schritt ist, besprechen wir im Workshop.
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